
Ferien in Aarau für Otto Kuhn
Am Donnerstag, 28. März 2024 hiess es für das Kunstwerk von Otto Kuhn an der Badstrasse 17: «Aufbruch in die Wellness-Ferien». Ein Lastwagenkran hob das Werk aus Aluminiumguss auf die Ladefläche und los ging es nach Aarau. Auf dem Gelände der Firma H. Rüetschi AG – sie sind spezialisiert auf Kunstguss – werden die 11 Elemente zwischengelagert und vom Restaurator Felix Forrer aus Basel wieder aufgefrischt. «Die Demontage verlief einfacher als gedacht,» sagt Forrer, der vor rund 15 Jahren selber bei Rüetschi gearbeitet hat. «In Aarau ist das Werk in den richtigen Händen, Rüetschi kennt sich gut aus, wenn es darum geht, solche Werke an einer Fassade wieder anzubringen».
Grössenordnung im Juli 2024 soll das rund 10x3m grosse Werk des Badener Künstlers gereinigt und in neuem Glanz wieder an die aufgedämmte Fassade montiert werden. Forrer sieht genau in diesem Vorhaben die grosse Herausforderung. «Es sind derzeit rund 40 Anker, die wir wieder an die Fassade bringen müssen, ohne dass wir danach die neue Dämmung zerstören und am Ende 40 neue Kältebrücken produzieren». Ziel ist deshalb, die Anzahl der Ankerungen etwas zu reduzieren, soweit, dass das rund 1’200 Kilogramm schwere Kunstwerk auch in Zukunft Wind und Wetter trotzen kann.
Otto Kuhn – 1918 in Wohlen geboren und lange Zeit als Lehrer an der Bezirks- und später an der Kantonsschule Baden tätig – schuf das Werk an der Badstrasse 17 im Jahr 1966. In Baden selber sind weitere Arbeiten von Otto Kuhn im öffentlichen Raum zu sehen. Dazu gehört unter anderen auch das Wandbild (Betonmalerei) «Badenfahrt» am Schwibbogen neben dem Stadthaus beim Durchgang zur Oberen Halde. Otto Kuhn starb 1980 im Alter von 61 Jahren in seinem Wohnort Baden.
Foto: Felix Forrer